Digital Automotive Days 2021 – Wo stehen Autohäuser in 5 Jahren?

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Es sind zwar noch nicht so viele Teilnehmer wie sonst üblich bei den Digital Automotive Days, aber viele haben auch die Möglichkeit der Online-Teilnahme genutzt. Spannend waren die Vorträge und das facettenreiche Angebot der Aussteller allemal. Den Impulsvortrag zu Beginn fanden wir besonders interessant.

„Unser Platz in der digitalen Welt – Wo stehen Autohäuser und Werkstätten in 5 Jahren?“

Der Vortragstitel von Ralf Schütte, Berater von trast digital, verspricht es schon. Der Referent zeigt aktuelle Trends wie Onlinedirektvertrieb der Hersteller, Connected Cars, Servicesteuerung sowie digitale Ökosysteme verschiedener Pkw-Marken. Und last but not least spricht er über die Kunden, die digitale Prozesse erwarten.

Die häufigsten Schwächen im Umgang mit Kunden

Man mag über das Geschäftsmodell amazon denken was man will, „was die aber richtig gut können, ist der Umgang mit dem Kunden“, so Schütte. Dem Kunden werde der Kauf mit one-click-buying ganz einfach gemacht. Statusmeldungen halten den Käufer fortwährend informiert.

Und wie ist das im Autohaus? Die Webseiten sind wenig informativ. Das Telefon ist nicht besetzt bzw. erhält der Kunde unqualifizierte Aussagen wie beispielsweise „ich bin nicht zuständig, rufen Sie später noch einmal Herrn XY an.“ Mails werden selten oder sehr spät beantwortet. Und begibt sich der Kunde zu Fuß ins Autohaus, rechnet er von vorneherein mit langen Wartezeiten.

Was beim Kunden zurück bleibt ist das Gefühl, dass ihn keiner kennt und alle im Autohaus mehr an seinem Kennzeichen als an ihm selbst interessiert sind, führt der Referent weiter aus.

Immer mehr Autohäuser verschwinden vom Markt

Die von Schütte präsentierten Zahlen sprechen Bände. Von 2000 bis 2020 hat der Markt 1/5 der Werkstätten verloren. In der Zeit von 2000 – 2030 wird sogar die Hälfte der Autohäuser verschwunden sein.

Dabei zeigt der Referent durch das Bild des elterlichen Betriebes aus den 70er Jahren: „Ich bin einer von euch, das Autohaus-Geschäft wurde mir quasi in die Wiege gelegt.“ Als späterer Geschäftsinhaber fusioniert er mit drei ähnlich strukturierten Familienbetrieben und sichert so den Fortbestand. Zuletzt war er Mitglied der Geschäftsleitung der Fahrzeugwerke Lueg, bevor er als freier Berater tätig wurde.

„Wollen Sie Marke oder Franchise-Nehmer wie bei Mac Donald´s sein?“

Nach den niederschmetternden Zahlen stellt sich umso mehr die Frage, wie kann sich ein Autohaus am Markt behaupten? Natürlich dürfe man sich den Trends nicht verschließen und auch nicht hoffen, dass das Internet wieder verschwindet oder der CO2-Ausstoss nur ein vorübergehendes Thema wäre, so der Referent.

Aber eines wird ganz klar. Schütte fordert von seinen Zuhörern, dass sie sich um ihre Markenbildung kümmern sollen. Denn „Marken stehen für Vertrauen“, so bekräftigt er sein Appell. So fordert er das Publikum auf, sich die Frage zu stellen: „Wollen Sie Marke oder Franchise-Nehmer wie bei Mac Donald´s sein“. Ob es sich dabei um einen versteckten Hinweis auf das angespannte Hersteller-Vertragshändler-Verhältnis handelt?

FAZIT Digital Automotive Days: Inspirierende Vorträge und beim nächsten Mal hoffentlich mehr Zuhörer

„Wir möchten, dass Sie mit mindestens drei Ideen nach Hause gehen“, eröffnete der Moderator Wolfgang Michel, Chefredakteur kfz-betrieb, die Veranstaltung. Unserer Meinung nach dürfte das keinem der Teilnehmer schwergefallen sein.

Denn auch die weiteren Vorträge, wie z. B.: „Die eigene Website als Kundenportal. Was bringt das? Welche Möglichkeiten ergeben sich?“ von Markus Gold, Autohaus Kunzmann, ergaben ein Füllhorn von inspirativen Ideen für das Autohaus-Management.

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